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Vorbereitungen zum Symposion 2016. Ich versuche zu konkretisieren und mitzuteilen, um was es mir bei diesem Thema des „gemeinen Grüns“ vor allem geht. Und es fällt mir schwer, Worte zu finden.

Ich habe Bilder im Sinn, z.B. die Ausstellung von Pierre Huyghe, 2014 im Museum Ludwig. Wo ich das Gefühl hatte, alles hängt miteinander zusammen, verknüpft aus der Gegenwart heraus in die Vergangenheit und in die Zukunft. Ich verspüre eine große Lust an diesen Zusammenhängen. Es vermittelt mir ein Gefühl des Eingebundenseins. Und ich erkenne das Zusammenhängen in meiner eigenen Arbeit/meinen Gedanken, auch wenn ich nicht weiß, ob ich das je so für einen anderen sichtbar/spürbar machen kann. Aber vielleicht ist das auch zweitrangig?

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Es geht mir nicht um Wissenschaft – aber auch nicht um deren Ausschaltung. Ich vermute, die Wissenschaft ist vielleicht selber auf einer ähnlichen Spur …

Aber im Gespräch mit Katharina geht auf einmal darum, daß Christian Jacobs, den wir als „Spezialisten“ für unser Symposion angefragt haben, mit uns 12 Stunden durch München laufen möchte. Und ich docke an. Ja! Es geht mir darum, mich dem auszusetzen.

Ein toller Begriff: mich dem aussetzen.

Natürlich setze ich mich meiner Arbeit immer aus, folge den Gedanken, bis sie real werden – oder woanderes hin führen/sich beenden. Aber ich meine nicht die Gedanken – ich meine auch den Körper. Und übrigens meine ich auch keine „Extrem“-Situationen, sondern eigentlich „normale“ Situationen, so wie „poores“ Material.

Eine weise Frau sagte mal zu mir, es ginge darum, näher ranzugehen. Vielleicht hat es damit was zu tun?

Anja, 15.05.2016

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